Peptidetesting

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Analytik

Kernspinresonanz

NMR (Kernspinresonanz) ist eine fortgeschrittene analytische Technik. Sie nutzt starke Magnetfelder und Funkwellen, um einen detaillierten strukturellen „Fingerabdruck“ eines Moleküls zu erzeugen. Damit kann sie die genaue chemische Identität einer Substanz bestätigen und ihre absolute Reinheit quantifizieren, ohne dass vorher eine chemische Trennung nötig ist.

Auch genannt: Kernmagnetische Resonanz, Nuclear Magnetic Resonance, NMR, NMR spectroscopy, Nuclear Magnetic Resonance spectroscopy

NMR (Kernspinresonanzspektroskopie) ist eine analytische Methode, die mithilfe eines starken Magnetfelds und Radiofrequenzimpulsen einen strukturellen Fingerabdruck von Molekülen erstellt. Durch das Auslesen von Signalen der Atomkerne - meist Wasserstoff - lassen sich die atomare Struktur und die chemischen Verknüpfungen innerhalb eines Peptids eindeutig identifizieren.

NMR liefert entscheidende Belege für die Qualität in Laborberichten

Ein 1D-1H-NMR-Experiment ist für die Bewertung von Laborberichten besonders wertvoll, da es Identität und chemische Reinheit eines Peptids in einer einzigen Messung validiert. Im Gegensatz zur HPLC-Analyse, die auf UV-Detektoren angewiesen ist und dabei manche Verunreinigungen übersehen kann, erfasst NMR alle wasserstoffhaltigen Verbindungen gleichermaßen. Zudem ist das Verfahren von Natur aus quantitativ: Die Signalstärke ist direkt proportional zur Anzahl der Atomkerne, was NMR zu einer präzisen Methode für die exakte Mengenbestimmung macht.

Wichtige Unterschiede zwischen NMR, MS und HPLC bei der Peptidanalyse

  • Massenspektrometrie (MS) misst Masse statt Struktur: MS bestimmt das Molekulargewicht, aber nicht die innere Anordnung der Atome. Nur NMR kann Moleküle mit identischer Masse sicher anhand ihrer Struktur unterscheiden.
  • HPLC trennt nach Zeit und übersieht UV-schwache Stoffe: Die HPLC trennt Gemische über die Zeit, kann Strukturen jedoch nicht zweifelsfrei identifizieren und weist Verunreinigungen ohne starke UV-Antwort oft zu niedrig aus.
  • NMR benötigt mehr Probe und übersieht Spuren: Aufgrund der geringeren Empfindlichkeit benötigt NMR größere Probenmengen. Verunreinigungen im extremen Spurenbereich, die eine MS-Analyse noch findet, werden hier eventuell übersehen.

Quellen

  1. Quality Control of Therapeutic Peptides by 1H NMR HiFSA ...
  2. The integration of LC-MS and NMR for the analysis of low molecular weight trace analytes in complex matrices
  3. NMR Reveals an Undeclared Constituent in Custom Synthetic Peptides - PMC
  4. SURVEY OF PEPTIDE QUANTIFICATION METHODS AND COMPARISON OF THEIR REPRODUCIBILITY: A CASE STUDY USING OXYTOCIN - PMC
  5. The strengths and weaknesses of NMR spectroscopy and mass spectrometry with particular focus on metabolomics research
  6. Characterization of Peptides for FDA: Comparing with RLD
  7. NMR-Based Chromatography Readouts: Indispensable Tools to “Translate” Analytical Features into Molecular Structures
  8. Beyond the Paradigm: Combining Mass Spectrometry and Nuclear Magnetic Resonance for Metabolomics - PMC
  9. Importance of Purity Evaluation and the Potential of Quantitative 1H ...
  10. NMR Spectroscopy in the Conformational Analysis of Peptides: An Overview - PubMed
  11. Quantum mechanical NMR full spin analysis in pharmaceutical identity testing and quality control
  12. On the estimation of false positives in peptide identifications using decoy search strategy
  13. Systematic Errors in Peptide and Protein Identification and Quantification by Modified Peptides
  14. NMR Spectroscopy Explained: How It Works and Why It Matters
  15. How NMR Works | NMR 101 | Spectroscopy | Bruker | Bruker
  16. NMR reveals an undeclared constituent in custom synthetic peptides
  17. HPLC vs Mass Spectrometry for Peptide Purity Testing
  18. Quality Control of Therapeutic Peptides by 1 H NMR HiFSA Sequencing