Selektiver Östrogenrezeptor-Modulator
SERM steht für selektiver Östrogenrezeptor-Modulator. Der Begriff bezeichnet eine Wirkstoffklasse von Arzneimitteln, die an Östrogenrezeptoren im Körper wirken. SERM ist kein Labortest und keine analytische Methode.
Auch genannt: SERM, Selektiver Estrogenrezeptor-Modulator, Selective Estrogen Receptor Modulator, SERMs
SERM (Selektive Östrogenrezeptor-Modulatoren) bezeichnet eine Klasse synthetischer Arzneistoffe, die spezifisch an Östrogenrezeptoren binden. Ein SERM stellt keinen Labortest, kein Analysegerät und keine analytische Methode dar. Es handelt sich um eine pharmazeutische Wirkstoffgruppe, die in einer Laborumgebung keine Messwerte liefert, sondern als pharmakologisches Subjekt der Untersuchung dient.
SERMs entfalten gewebespezifische Wirkungen als Agonisten oder Antagonisten
SERMs verändern die Struktur von Östrogenrezeptoren und lösen dadurch je nach Gewebetyp unterschiedliche biologische Reaktionen aus. In Geweben wie Knochen oder Leber wirken sie stimulierend (als Agonist), während sie in anderen Bereichen, wie dem Brustgewebe, eine blockierende Wirkung (als Antagonist) zeigen. Aufgrund dieser selektiven Arbeitsweise werden sie primär zur Therapie von ER-positivem Brustkrebs sowie zur Prävention von Osteoporose eingesetzt.
- Tamoxifen
- Raloxifen
- Toremifen
Die Angabe SERM auf einem Analysezertifikat gilt als Warnsignal
Da ein SERM ein Wirkstoff und kein Messparameter ist, deutet die Nennung als Prüfpunkt auf einem COA (Certificate of Analysis) auf mangelnde Seriosität hin. Valide Laborberichte für Peptide oder Forschungschemikalien nutzen stattdessen anerkannte Methoden wie HPLC (Hochleistungsflüssigkeitschromatographie) zur Reinheitsbestimmung und Massenspektrometrie (MS) zur Identifizierung. Eine Verwechslung mit SARMs (Selektive Androgenrezeptor-Modulatoren) sollte vermieden werden, da beide Begriffe lediglich Stoffklassen und keine Testverfahren beschreiben.
Quellen
- Selective estrogen receptor modulators: tissue specificity and clinical utility
- Selective Estrogen Receptor Modulators - PMC - NIH
- The race to develop oral SERDs and other novel estrogen receptor inhibitors: recent clinical trial results and impact on treatment options
- Tamoxifen vs Raloxifene vs Exemestane for Chemoprevention
- New Selective Estrogen and Androgen Receptor Modulators - PMC
- Selective Androgen Receptor Modulators - LiverTox - NCBI Bookshelf
- Selective Estrogen Receptor Modulators - LiverTox - NCBI Bookshelf
- Selective Estrogen Receptor Modulators
- Selective estrogen receptor modulator - Wikipedia
- HPLC vs Mass Spectrometry for Peptide Purity Testing - CertaPeptides
- Peptide Testing: HPLC & Mass Spec Purity Guide | Apex
- Selective Estrogen Receptor Modulators (SERMs)
- Frontiers | Treating ER-positive breast cancer: a review of the current FDA-approved SERMs and SERDs and their mechanisms of action
- Frontiers | Pharmacotherapeutic considerations of selective estrogen receptor modulators for vascular protection
- Selective Estrogen-Receptor Modulators — Mechanisms of Action and Application to Clinical Practice | New England Journal of Medicine
- Definition of the Molecular and Cellular Mechanisms Underlying the Tissue-selective Agonist/Antagonist Activities of Selective Estrogen Receptor Modulators
- Definition of selective estrogen receptor modulator - NCI Dictionary of Cancer Terms - NCI
- SERMs What They Are, How They Work & Their Side Effects